Nagelschwund

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Nagelschwund – wenn sich der Nagel ablöst

Der Nagelschwund, auch Onychoatrophie genannt, ist an einer Veränderung der Nagelplatte zu erkennen. Am häufigsten betroffen von dieser im Allgemeinen eher seltenen Erkrankung sind die Fußnägel. Der Nagelschwund bezeichnet eine Erkrankung, die im Laufe des Lebens erworben wird und meint den Verlust eines zuvor normalen Nagels. Im Gegensatz dazu gibt es eine kongenitale Anonychie. Bei dieser angeborenen Erkrankung wächst der Nagel von Beginn an nicht. Es ist auch möglich, dass bereits von Geburt an nur eine sehr kleine Nageplatte ausgebildet wird. Diese Form des Nagelschwundes wird Mikroonychie genannt.

Symptome für eine Onychoatrophie

Der Nagelschwund fällt recht schnell auf, denn die Nagelplatte wird merklich dünner, kann verkleinert sein und sich sogar verkrümmen. In vielen Fällen löst sich der Nagel Stück für Stück ab. Zunächst lockert sich der vordere Teil des Nagels an der Kuppe des Zehs, es kann ein Spalt zu sehen sein. Später löst sich dann der restliche Teil des Nagels ab. Der Schwund kann sich auch von der Mitte des Nagels zu den Seiten hinausbreiten. Das Wachstum des Nagels liegt nach der Ablösung still.

Wenn der Nagel dünner wird, seine Form verändert und sich verkleinert, kann dies auf eine Onychoatrophie hinweisen. Meist trifft der Nagelschwund die Zehennägel.

Ursachen für den Nagelschwund

Die Ursachen für eine Onychoatrophie können vielfältig sein. In vielen Fällen stehen ernstzunehmende Primärerkrankungen hinter dem Symptom.

  1. Verhornungsstörung
    Wenn die Verhornung eines Nagels gestört ist, kann dies zu einer Onychoatrophie führen. Die Verhornungsstörungen können unter anderem auf andere zu Grunde liegende Erkrankungen wie eine Psiorias zurückgeführt werden. Zink- und Vitamin B-Mangel können ebenfalls zu diesen Störungen der Verhornung führen.
  2. Stoffwechselstörung
    Erkrankungen des Stoffwechsels, wie beispielsweise die sogenannte Zuckerkrankheit Diabetes mellitus, können den Nagelschwund begünstigen. Diese Erkrankung kann unbehandelt unter anderem zu Durchblutungsstörungen führen.
  3. Hauterkrankungen
    Hauterkrankungen wie Lichen ruber planus (Knötchenflechte) können zu einer Onychoatrophie führen.
  4. Arterielle Verschlusskrankheiten
    Verschiedene Erkrankungen wie Morbus Raynaud oder Nervenkrankheiten die mit Durchblutungsstörungen einhergehen, können zu einem Nagelschwund führen. Dazu gehören auch entzündliche Erkrankungen der Gefäße. Besonders betroffen von arteriellen Verschlusskrankheiten können unter anderem Personen mit einem höheren Lebensalter, Männer, Raucher, Patienten mit erhöhtem Blutdruck, einem erhöhten Cholesterinspiegel oder einer Fettstoffwechselstörung sein. Meist zeigt sich die verminderte Durchblutung in diesen Fällen an den unteren Extremitäten.

Was tun gegen den Nagelschwund?

  1. Arztbesuch
    Wird eine Onychoatrophie vermutet, sollte zunächst ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch verschiedene Untersuchungen herausfinden, ob eine Primärerkrankung zugrunde liegt, die behandelt werden kann und muss.
  2. Behandlung der Primärerkrankung
    Liegt eine Primärerkrankung vor, muss diese kontinuierlich medizinisch therapiert werden.
  3. Gesunde Lebensführung
    Wenn möglich, sollte eine gesunde Lebensführung mit regelmäßigen Sporteinheiten und einer ausgewogenen Ernährung angestrebt werden.
  4. Nagelpflege
    Die Nägel und Hände sollten unbedingt gepflegt werden. Dazu gehört eine regelmäßige Pediküre oder Maniküre und entsprechende Pflegeprodukte – viele von ihnen enthalten nagelhärtende Wirkstoffe.
  5. Nageldesign
    Unter Umständen kann es möglich sein Nägel zu rekonstruieren – besonders, wenn diese nicht völlig abgelöst sind. Versierte Nageldesignstudios können hier durch eine Nagelrekonstruktion das Erscheinungsbild des Nagels mit Hilfe von Acryl oder Gel verbessern. Dies ist für viele Betroffene ein wichtiger Schritt für mehr Lebensqualität durch ein gepflegtes Äußeres. Da die Erkrankung meist die Zehen betrifft, kommt diese Möglichkeit vor allem im Sommer zum Einsatz, wenn offene Sandalen getragen werden oder Strandbesuche und Urlaube anstehen.

Auslöser für den Nagelschwund können schwerwiegende Erkrankungen sein, die von einem Arzt diagnostiziert und behandelt werden müssen. Eine gute Nagelpflege und ein fachkundiges Nagelstudio kann die Optik des Nagels verbessern.

 

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